NIS2 umsetzen mit SINuS
Ab 06. Dezember 2025 wird die EU-Richtlinie NIS2 auch nach deutschem Gesetz umgesetzt. Es gibt keine Übergangszeit!
Mit dem Cybersicherheits-Stärkungsgesetz kommen dann auf viele Unternehmen und Einrichtungen umfangreiche Anforderungen zu, welche die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen erforderlich machen.
Was ist NIS2?
Die digitale Welt entwickelt sich rasant weiter, und mit ihr wachsen auch die Bedrohungen für die Cybersicherheit. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Europäische Union die NIS2-Richtlinie (Network and Information Systems Directive 2) eingeführt. Diese überarbeitete Richtlinie baut auf der ursprünglichen NIS-Richtlinie von 2016 auf und zielt darauf ab, die Cybersicherheit in der EU zu stärken. Die NIS2-Richtlinie erweitert den Geltungsbereich auf mehr Sektoren und umfasst nun auch öffentliche Verwaltungen, was ihre Bedeutung noch einmal unterstreicht.
Für wen gilt NIS2?
Die NIS2-Richtlinie gilt für eine breite Palette von Einrichtungen und Unternehmen in der EU, die als Betreiber wesentlicher Dienste oder Anbieter digitaler Dienste eingestuft sind. Neben der kritischen Infrastruktur umfasst NIS2 nun auch weitere Sektoren wie digitale Dienste und Lieferketten. Dies bedeutet, dass die Richtlinie für eine breitere Palette von Unternehmen gilt, z. B.
- Post- und Kurierdienste; die Abfallwirtschaft;
- Betriebe, welche chemische Stoffe oder Lebensmittel produzieren, verarbeiten und/oder vertreiben;
- Teile des verarbeitenden Gewerbes bzw. die Herstellung von Waren sowie
- Anbieter digitaler Dienste wie Online-Marktplätze, Cloud-Computing-Dienste und Suchmaschinen.
Außerdem umfasst die Richtlinie auch öffentliche Verwaltungen auf nationaler und regionaler Ebene, die wichtige öffentliche Dienste bereitstellen.
Was ist SINuS?
Ein Cybersicherheits-Managementsystem auf BSI-Grundlage
Auf BSI-Standard aufgebaut – aber mehr als eine Checkliste
Das Fundament von SINuS ist das BSI-Projekt „Weg in die Basis-Absicherung“ (WiBA) in Verbindung mit dem IT-Grundschutz-Profil und der BSI-Kreuzreferenztabelle. Daraus entsteht ein detailliertes Datenmodell mit 241 NIS-Fragen und 773 Prüffragen, das jede Anforderung mit den offiziellen IT-Grundschutz-Bausteinen und den zugehörigen Gefährdungen verknüpft.
Entscheidend ist, was darüber hinausgeht: WiBA allein ist eine Schwachstellenanalyse. SINuS ergänzt sie um das, was NIS2 tatsächlich verlangt – eine fortlaufende Risikobewertung, konkrete Maßnahmen mit klaren Verantwortlichkeiten und ein jährliches Management Review, das die Entwicklung nachweisbar dokumentiert. Aus einer einmaligen Bestandsaufnahme wird so ein gesteuerter Sicherheitsprozess.
Cybersicherheit ist kein einmaliges Projekt – sie ist ein fortlaufender Prozess, der strukturierte Werkzeuge, klare Verantwortlichkeiten und einen langen Atem erfordert. Genau dafür wurde SINuS entwickelt: als praxisnahes, skalierbares und methodisch fundiertes Managementsystem, das Organisationen jeder Größe dabei unterstützt, diesen Prozess strukturiert anzugehen – unabhängig davon, ob eine gesetzliche Verpflichtung nach NIS2 oder KRITIS besteht oder ob das Thema schlicht aus der wachsenden Bedrohungslage heraus an Bedeutung gewonnen hat.
Wenn Sie sich ein konkretes Bild davon machen möchten, wie SINuS in der Praxis funktioniert, empfehlen wir Ihnen einen Blick in unser Webinar-Video mit NINOX, in dem das Tool live und in vollem Umfang vorgestellt wird. Sie sehen darin, wie die Selbstaudit-Struktur aufgebaut ist, wie Risiken bewertet werden und wie sich Maßnahmen direkt aus dem System ableiten lassen – anschaulich und ohne technisches Vorwissen.
Darüber hinaus laden wir Sie herzlich ein, SINuS in einer unverbindlichen Testphase selbst kennenzulernen. Überzeugen Sie sich davon, wie einfach und zugleich wie tiefgreifend eine strukturierte IT-Sicherheitsbewertung sein kann – und welchen Mehrwert ein System liefert, das auf dem anerkannten methodischen Fundament des BSI aufbaut und dennoch für jeden verständlich und bedienbar ist.
In einem Selbstaudit lässt sich effizient die Risikoanalyse für NIS2 durchführen. Das BSI betrachtet 19 Kategorien – unsere NIS-Bausteine –, die durch zahlreiche Fragen unterlegt und mit den BSI-Grundschutz-Bausteinen verknüpft sind. Auf dieser Grundlage werden die Fragenkataloge vertieft (unsere Prüffragen) und den BSI-Gefährdungen zugeordnet. Im Selbstaudit bewerten Sie den aktuellen Umsetzungsgrad jeder einzelnen Prüffrage selbst.
Mit SINuS lässt sich effizient die Risikobewertung nach den BSI-Gefährdungen und/oder die Anwendbarkeit der ISO Controls (Statement of Applicability, SoA) nach der ISO 27001:2022 Anhang A durchführen. Die Risiken werden anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenhöhe bewertet und lassen sich so schneller identifizieren. Jeder Prüffrage werden mögliche Gefährdungslagen zugeordnet.
Jede Prüffrage in SINuS enthält abzuleitende Maßnahmen, Empfehlungen und Hinweise zu den jeweiligen Risiken. So lassen sich neue technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) gezielt herleiten und umsetzen. Der umfangreiche Maßnahmenkatalog unterstützt beim Aufbau des eigenen Cybersicherheits-Managementsystems – unter Berücksichtigung von Informationssicherheit, Datenschutz und IT-Sicherheit.
In SINuS dokumentieren Sie die Umsetzung der Maßnahmen und behalten so den kontinuierlichen Verbesserungsprozess Ihrer IT-Sicherheit im Blick. Ziel ist, über einen definierten Zeitraum die Eintrittswahrscheinlichkeit und damit das Sicherheitsrisiko durch wirksame Maßnahmen zu senken. Als Cybersicherheits-Managementsystem stellt SINuS die Veränderung über einen jährlichen Zeitstrahl dar. Im Management Review werden die Daten für die Führungsebene zusammenfassend aggregiert – ein zentraler Baustein, um die Überwachungs- und Nachweispflicht nach § 38 NIS2UmsuCG zu erfüllen.
In SINuS lassen sich IT-Sicherheitsvorfälle entsprechend den gesetzlichen Vorgaben dokumentieren und für den Nachweis vorhalten.
Wie gehts jetzt weiter?
Optimieren Sie Ihre IT-Sicherheit mit unserer Self-Assessment-Lösung. Mehr zu SINuS unter unseren FAQ.
